Kaffeekapseln vor Gericht: Wurden Kunden hinters Licht geführt?

München - Zwei Händler von kompostierbaren Kaffeekapseln streiten am Donnerstag ab 14 Uhr vor dem Oberlandesgericht München (OLG) wegen möglicherweise irreführender Werbung. 

Zwei Kaffeehändler tragen ihren Streit vor Gericht weiter aus. (Symbolbild)
Zwei Kaffeehändler tragen ihren Streit vor Gericht weiter aus. (Symbolbild)  © Christin Klose/dpa-tmn

Der klagende Händler wirft seinem Konkurrenten vor, auf dessen Internetseite mit Aussagen wie "Die (...) Kapsel ist vollständig kompostierbar" Kunden in die Irre zu führen, wie eine OLG-Sprecherin mitteilte. 

Zudem wirft das klagende Unternehmen dem Händler vor, mit Zertifikaten für die Kompostierbarkeit der Kaffeekapseln im Hausmüll zu werben, die diese Zertifikate gar nicht bescheinigen würden. 

Mit einer einstweiligen Verfügung wollte der klagende Kaffeehändler seinem Konkurrenten diese Werbung verbieten. 

Das beklagte Unternehmen wies alle Vorwürfe zurück.

Das Landgericht München I hatte im August 2019 entschieden, keine Verfügung zu erlassen, und auch nicht in der Sache zu entscheiden, da es "aufgrund des prozessualen Verhaltens" des Klägers keine Dringlichkeit für eine sofortige Verfügung erkennen konnte. 

Da der klagende Kaffeehändler das anders sieht, beschäftigt sich nun das OLG mit dem Fall.

Mit einer einstweiligen Verfügung wollte der Kläger seinem Konkurrenten die Werbung verbieten. (Symbolbild)
Mit einer einstweiligen Verfügung wollte der Kläger seinem Konkurrenten die Werbung verbieten. (Symbolbild)  © 123RF/kzenon

Titelfoto: Christin Klose/dpa-tmn

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