Kein Ende in Sicht im Prozess: Ließ Jennifer W. ein Sklaven-Mädchen (†5) verdursten?

München - Der Prozess gegen die mutmaßliche IS-Terroristin Jennifer W. vor dem Oberlandesgericht München zieht sich weiter in die Länge.

Die Angeklagte hält auf ihrem Sitz im Gerichtssaals einen roten Aktendeckel vor ihr Gesicht. Rechts spricht ihr Anwalt Ali Aydin mit ihr. (Archiv)
Die Angeklagte hält auf ihrem Sitz im Gerichtssaals einen roten Aktendeckel vor ihr Gesicht. Rechts spricht ihr Anwalt Ali Aydin mit ihr. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

Das Gericht setzte am Donnerstag weitere Verhandlungstermine an. Das Urteil könnte demnach erst am 18. Juni fallen.

Die junge Frau aus Lohne in Niedersachsen steht wegen Mordes und Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) vor Gericht. Sie soll im Irak tatenlos zugesehen haben, wie ein fünfjähriges jesidisches Mädchen, das als Sklavin gehalten worden sein soll, verdurstete.

Die Verhandlung läuft seit fast zwei Jahren und sollte eigentlich längst beendet sein. Zuletzt hatten auch Debatten um eine dritte Anwältin für die Angeklagte die Verhandlung in die Länge gezogen.

Bislang hat Jennifer W. vor Gericht zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Verteidigung hatte im Herbst 2020 allerdings begonnen, eine persönliche Erklärung ihrer Mandantin zu verlesen.

Dabei ging es zunächst aber nur um ihre Lebensumstände und noch nicht um die Taten, die ihr vorgeworfen werden.

Auch die Fortsetzung dieser Einlassung lässt weiter auf sich warten.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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