Mann (21) ermordet Schwester der Ex-Freundin (†25) brutal im Kinderzimmer

München - Mord, versuchte Morde, versuchter Totschlag, Vergewaltigungen, Körperverletzungen: Für eine ganze Reihe schwerer Straftaten hat das Landgericht München I am Mittwoch einen 21-Jährigen zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt.

Der wegen Mordes und mehrfachen Mordversuchs angeklagte 21-Jährige (2.v.r.) steht vor Prozessbeginn zusammen mit seiner Anwältin Birgit Schwerdt (l) im Landgericht.
Der wegen Mordes und mehrfachen Mordversuchs angeklagte 21-Jährige (2.v.r.) steht vor Prozessbeginn zusammen mit seiner Anwältin Birgit Schwerdt (l) im Landgericht.  © Sven Hoppe/dpa

Der Mann solle in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden, sagte eine Gerichtssprecherin. 

Nach Ablauf der Strafe solle zudem entschieden werden, ob für den Mann Sicherungsverwahrung angeordnet wird. 

Der Deutsche hatte laut Anklage im Sommer 2018 die 25 Jahre alte Schwester seiner Ex-Freundin in der Wohnung der Familie in München-Neuhausen mit zahlreichen Messerstichen getötet. 

Sie saß in ihrem alten Kinderzimmer und lernte, als es zur grausigen Tat kam. 

Auch die Mutter und den 15-jährigen Bruder habe er angegriffen, beide überlebten schwer verletzt. Der Bruder habe ihm noch das Messer abnehmen und einen Notruf absetzen können. 

Die Familie war als Nebenkläger in dem Prozess aufgetreten, der wegen eines psychiatrischen Gutachtens teils unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden hatte.

Schwester der Ex brutal in München ermordet, Mutter und Bruder verletzt

Zu dem Angriff auf die Familie hatte sich der Mann der Anklage zufolge entschlossen, als sich die Freundin von ihm trennen wollte. Zuvor soll er diese mehrfach geschlagen und zweimal vergewaltigt haben. 

Zudem wurden ihm zahlreiche weitere Taten wie räuberische Erpressung und Bedrohung zur Last gelegt. Auch soll er schon früher versucht haben, einen Bekannten umzubringen, weil dieser der Ex-Partnerin des Angeklagten von dessen Bordellbesuchen erzählt habe.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben nun eine Woche Zeit zu entscheiden, ob sie das Urteil akzeptieren oder dagegen vorgehen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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