Junge (14) mit mehr als 120 km/h erfasst: Mord-Anklage gegen BMW-Fahrer

München - Ein Autofahrer flieht vor der Polizei, rast in eine Gruppe Jugendlicher, ein 14-Jähriger stirbt.

Der beschädigte BMW und ein Polizeiauto stehen nach einem Unfall 2019 auf der Fürstenrieder Straße. Zwei Jugendliche waren hier angefahren und verletzt worden.
Der beschädigte BMW und ein Polizeiauto stehen nach einem Unfall 2019 auf der Fürstenrieder Straße. Zwei Jugendliche waren hier angefahren und verletzt worden.  © Sven Hoppe/dpa

Etwas mehr als ein Jahr nach diesem tödlichen Raserunfall in München beginnt am Dienstag kommender Woche der Prozess gegen den Fahrer.

Das teilte das Landgericht München I am Freitag mit. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor.

Der heute 35-Jährige aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshauses war am 15. November 2019 um kurz vor Mitternacht auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle auf der Gegenfahrbahn durch die Stadt gerast.

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Er ignorierte laut Polizei mehrere rote Ampeln und erfasste - nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit mehr als 120 Kilometern in der Stunde - zwei 14 und 16 Jahre alte Jugendliche, die gerade die Straße überquerten.

Der 14-Jährige starb, die 16-Jährige wurde schwer verletzt.

Das Gericht hat zwölf Verhandlungstage für den Prozess angesetzt. Das Urteil könnte demnach am 26. Februar fallen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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