Prozess gegen mutmaßliche Rechtsterroristin: Politiker sagen vor Gericht aus

München - Im Prozess gegen eine mutmaßliche Rechtsterroristin sollen am Donnerstag (9.30 Uhr) in Bayern zwei Kommunalpolitiker vor dem Oberlandesgericht München aussagen.

Im Prozess gegen eine mutmaßliche Rechtsterroristin sollen zwei Kommunalpolitiker vor dem Oberlandesgericht München aussagen. (Symbolbild)
Im Prozess gegen eine mutmaßliche Rechtsterroristin sollen zwei Kommunalpolitiker vor dem Oberlandesgericht München aussagen. (Symbolbild)  © Lino Mirgeler/dpa

Der fränkische Landrat und der Bürgermeister einer Gemeinde in der Nähe von Nürnberg treten als Nebenkläger in dem Prozess auf und sollen von ihr bedroht worden sein. Der Angeklagten wird vorgeworfen, Grußkarten mit Todesdrohungen und darüber hinaus auch Munition verschickt zu haben.

Danach soll sie untergetaucht sein mit dem Ziel, Anschläge zu begehen. Sie soll zudem Kontakt zu den beiden verurteilten Helfern der Terrorzelle NSU, Ralf Wohlleben (46) und André E. (42) gehabt haben.

Nebenklageanwalt Harald Straßner, der den Landrat wegen der erhaltenen Drohbriefe vertritt, hält ein Netzwerk hinter den Taten für möglich.

Auch der Bürgermeister einer Gemeinde in der Nähe von Nürnberg wurde bedroht. Sein Anwalt Maximilian Bär forderte, "insbesondere etwaige Verwicklungen und Verstrickungen zum Nationalsozialistischen Untergrund" aufzuklären.

Er befürchte eine "Erweiterung des neonazistischen Netzwerkes im Bereich des Nürnberger Landes".

Titelfoto: Lino Mirgeler/dpa

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