Polizist von hinten Messer in Nacken gerammt! Keine Spur von Reue vor Gericht

München - Wegen versuchten Mordes an einem Polizisten steht ein 24-Jähriger von diesem Donnerstag (9 Uhr) an in München vor Gericht.

Am Münchner Hauptbahnhof wurde der Polizist attackiert. (Symbolbild)
Am Münchner Hauptbahnhof wurde der Polizist attackiert. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Er soll im vergangenen Dezember einem 30 Jahre alten Beamten von hinten ein Messer in den Nacken gerammt haben. TAG24 berichtete über die Messer-Attacke am Hauptbahnhof München.

Das mutmaßliche Motiv: Hass auf Polizisten!

Das Opfer erlitt eine rund acht Zentimeter tiefe Wunde und musste notoperiert werden. 

Trotz eines monatelangen Klinikaufenthaltes kann der Polizist nach entsprechenden Angaben der Ermittler bis heute nicht ohne Hilfsmittel gehen und ist dienstunfähig krankgeschrieben.

Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll der heute 24-Jährige in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden. 

Bei dem mutmaßlichen Täter habe zum Zeitpunkt des schrecklichen Angriffs eine akute psychotische Episode vorgelegen - er leide an einer paranoiden Schizophrenie.

Update 13.30 Uhr: Keinerlei Reue nach Messerattacke auf Polizisten

Der Beschuldigte (24) hat vor Gericht keine Reue gezeigt.
Der Beschuldigte (24) hat vor Gericht keine Reue gezeigt.  © Felix Hörhager/dpa

Im Prozess um einen überaus brutalen Angriff auf einen Polizisten mit einem Messer hat der Beschuldigte vor Gericht keine Reue gezeigt. 

Aus Hass und purer Verzweiflung habe er den Beamten angegriffen und ihm im Münchner Hauptbahnhof von hinten ein Küchenmesser in den Nacken gerammt, sagte er am Donnerstag beim Auftakt im Prozess wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht München I. Nach Aussage des angegriffenen Polizisten habe der 24-Jährige ihn noch beobachtet, als er verletzt am Boden lag. 

Der betroffene Beamte wurde bei dem Angriff im vergangenen Dezember schwer verletzt. 

Er erlitt eine rund acht Zentimeter tiefe Wunde und musste notoperiert werden. Während er nach dem Angriff zunächst nur die linke Hand bewegen konnte, habe er überraschend schnell Fortschritte gemacht, sagte der heute 31-Jährige. Seit Mitte September sei er auf eigenen Wunsch wieder im Polizeidienst, allerdings nicht mehr auf Streife.

Die Staatsanwaltschaft fordert in dem Prozess, dass der Angeschuldigte wegen einer psychischen Erkrankung in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Der 24-Jährige sagte vor Gericht, Stimmen hätten ihm befohlen, einen Polizisten anzugreifen.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0