Schüler-Mob wollte Starnberger Polizeiwache stürmen: Das sind die Strafen

Starnberg - Im Prozess um die Tumulte vor der Starnberger Polizeiwache im Juli 2019 sind am Donnerstag zwei der fünf Angeklagten zu Jugendstrafen auf Bewährung verurteilt worden. 

Die Polizeiinspektion Starnberg. Rund 50 Schüler hatten hier 2019 versucht, einen 15-Jährigen aus dem Polizeigewahrsam zu befreien.
Die Polizeiinspektion Starnberg. Rund 50 Schüler hatten hier 2019 versucht, einen 15-Jährigen aus dem Polizeigewahrsam zu befreien.  © Sina Schuldt/dpa

Einer der beiden erhielt acht Monate, der andere zwölf Monate Jugendhaft auf Bewährung, sagte ein Gerichtssprecher am Abend. Beide erhielten zusätzlich drei Wochen Dauerarrest und weitere Auflagen.

Ein weiterer der fünf Angeklagten wurde zu einer Woche Dauerarrest verurteilt. Den anderen beiden wurden lediglich Sozialstunden auferlegt. Zuvor wurden rund ein halbes Dutzend Zeugen vernommen und ein Gutachter gehört worden.

Den vier jungen Leuten war unter anderem Landfriedensbruch sowie Angriff auf und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen (TAG24 berichtete). Drei der fünf Angeklagten hatten teilweise gestanden.

Die Angeklagten gehörten zu einer Gruppe, die im vergangenen Juli randalierte, um einen 15-Jährigen aus dem Polizeigewahrsam zu befreien. 

Laut Anklagebehörde hatte dieser zuvor einen Platzverweis nicht befolgt und sollte deshalb zur Polizeiinspektion gebracht werden.

Der 15-Jährige wehrte sich - zeitgleich hätten sich 40 bis 50 junge Leute zusammengerottet und die Freilassung gefordert. Die Jugendlichen traten und schlugen gegen die Türe der Polizeiwache, ein Fenster zersprang durch den Wurf von Steinen und einer Flasche.

Rund 70 Polizeibeamte waren damals im Einsatz, um die tumultartige Szene zu beenden.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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