"Alles Lügen": Vater bestreitet 288-fache Vergewaltigung an seiner eigenen Tochter

München - Er soll sie schon als Kind missbraucht und als Erwachsene immer wieder vergewaltigt haben: Ein 75 Jahre alter Mann steht vom heutigen Montag (9 Uhr) an wegen 288-facher Vergewaltigung seiner eigenen Tochter in München vor Gericht.

Das Urteil in dem Prozess gegen den angeklagten Familienvater wird für den 26. Januar erwartet.
Das Urteil in dem Prozess gegen den angeklagten Familienvater wird für den 26. Januar erwartet.  © Britta Schultejans/dpa

Die Übergriffe sollen begonnen haben, als sie erst sieben Jahre alt war - und sich über mehr als 30 Jahre hingezogen haben.

Der Vater ist nicht nur wegen Vergewaltigung angeklagt, sondern auch wegen gefährlicher Körperverletzung.

Das Landgericht München I hat vier Verhandlungstage für den Prozess angesetzt.

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Das Urteil könnte demnach am 26. Januar fallen.

Update, 10.46 Uhr: Vater bestreitet hundertfache Vergewaltigung

Der Angeklagte hat die ihm vorgeworfene hundertfache Vergewaltigung seiner Tochter am Montag vor Gericht bestritten. "Stimmt nicht, alles nicht", erklärte er vor dem Landgericht München I. "Ich möchte sagen, dass das alles Lügen sind." Die Staatsanwaltschaft wirft dem Italiener vor, seine Tochter schon missbraucht zu haben, als sie erst sieben Jahre alt war.

Der Angeklagte behauptete in seiner Aussage beispielsweise, wenn es zu sexuellen Handlungen gekommen sei, seien die von seiner Tochter ausgegangen, während sie zwischen ihm und seiner Frau im Ehebett lag. Die Tochter sei über Jahrzehnte bis zur Festnahme des Mannes im November 2020 "regelmäßigen sexuellen und körperlichen Übergriffen ihres Vaters ausgesetzt" gewesen, heißt es dagegen in der Anklage.

Ihr Vater habe sie nicht nur immer wieder geschlagen und vergewaltigt, sondern "jeden ihrer Lebensbereiche nahezu lückenlos kontrolliert". Der Staatsanwalt sprach von einem "über Jahrzehnte hinweg aufrechterhaltenen Klima der Gewalt und Ausweglosigkeit". Das Landgericht München I hat vier Verhandlungstage für den Prozess angesetzt.

Das Urteil könnte demnach am 26. Januar fallen.

Titelfoto: Britta Schultejans/dpa

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