Veranstalter von Dubai-Kopie dürfen nicht mit Münchner Oktoberfest werben

Dubai/München – Die Stadt München geht vor Gericht gegen die Veranstalter eines geplanten "Oktoberfests" in Dubai vor.

"Oktoberfest goes Dubai": Die Stadt München geht gegen die Veranstalter der Wüsten-Wiesn vor.
"Oktoberfest goes Dubai": Die Stadt München geht gegen die Veranstalter der Wüsten-Wiesn vor.  © Bildmontage: picture alliance / dpa, EPA/ALI HAIDER

Ab Freitag verhandelt das Landgericht München I über eine einstweilige Verfügung der bayerischen Landeshauptstadt, wie eine Sprecherin bestätigte.

Laut der Stadt erweckt vor allem das Motto "Oktoberfest goes Dubai" den unzutreffenden Eindruck, die Münchner Wiesn ziehe in diesem Jahr nach der erneuten Corona-bedingten Absage von München nach Dubai um, wie das Gericht mitteilte.

Die Stadt verlangt von den Organisatoren eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung, in der sie sich bereiterklären, nicht mehr mit dem Oktoberfest München für ihr Event zu werben.

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Die Antragsgegner, zu denen der Schausteller Charles Blume zählt, sehen ihre Werbung demnach als gerechtfertigt an.

Update, 14.09 Uhr: Wiesn-Kopie in Dubai darf nicht mit Münchner Oktoberfest werben

Die Veranstalter eines geplanten "Oktoberfests" in Dubai dürfen nicht mehr mit Anspielungen auf das Münchner Original für ihr Event werben.

Mit Formulierungen wie "Oktoberfest goes Dubai" hätten sie den falschen Eindruck erweckt, das Traditionsfest ziehe in diesem Jahr in das arabische Emirat um, entschied das Landgericht München I am Freitag. Diese Art der Reklame bediene sich am Weltruf der Wiesn in der bayerischen Landeshauptstadt.

Die Richter gaben damit dem Antrag der Stadt München auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Veranstalter, den Schausteller Charles Blume und den früheren Münchner Gastronom Dirk Ippen, statt. Die Klageseite hatte argumentiert, bei der Werbung handle es sich um eine Irreführung, die gegen das Gesetz gegen den Unlauteren Wettbewerb verstoße.

Die Anwälte der Gegenseite bestritten hingegen, dass die Werbung sich explizit auf das Fest in München bezieht. Das Oktoberfest in München fällt wegen der Covid-19-Pandemie in diesem Jahr zum zweiten Mal aus.

Das Urteil verbietet entsprechende Werbung lediglich in Deutschland. Gegen die Entscheidung kann Berufung eingelegt werden.

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