Welpen über die Pfote gefahren: Autofahrer muss richtig hohe Summe zahlen!

München - Weil er einem angeleinten Hundewelpen über die Pfote gefahren ist, müssen ein Autofahrer und seine Haftpflichtversicherung rund 20.000 Euro Schadenersatz an den Hundebesitzer zahlen.

Der Welpe brauchte im Anschluss an den Zwischenfall eine teure physiotherapeutische Behandlung. (Symbolbild)
Der Welpe brauchte im Anschluss an den Zwischenfall eine teure physiotherapeutische Behandlung. (Symbolbild)  © 123RF/Zuzana Tillerova

Das hat das Landgericht München I in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil entschieden.

Der Fahrer war dem kleinen, damals erst knapp vier Monate alten Hund, einem Rhodesian Ridgeback-Rüden, nach Gerichtsangaben im November des Jahres 2017 in einem Gewerbepark über die linke Vorderpfote gefahren. Es war ein Unfall mit Folgen.

Der Autofahrer war dabei mit mindestens 20 statt der auf dem entsprechenden Gelände erlaubten 10 Kilometern pro Stunde unterwegs.

Das Tier, das bei dem äußerst schmerzhaften Unfall angeleint war, brauchte im Anschluss eine teure physiotherapeutische Behandlung, die ein Gutachter vor Gericht als gerechtfertigt beurteilte.

Eine Mitschuld des Hundehalters sah das Gericht nicht, das Urteil aus dem September 2020 ist rechtskräftig.

Titelfoto: 123RF/Zuzana Tillerova

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