19-Jährige im Auto ermordet? Angeklagter will im Prozess aussagen

Lüneburg - Die Tat hat die Region erschüttert: Eine 19-jährige Gymnasiastin soll von ihrem gleichaltrigen Freund in Lüneburg getötet worden sein. Am Dienstag (9.30 Uhr) beginnt der Prozess am Landgericht gegen den jungen Mann.

Der Angeklagte soll seine Freundin im Auto getötet haben.
Der Angeklagte soll seine Freundin im Auto getötet haben.  © Joto/dpa

Die Staatsanwaltschaft hat den Mann wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt.

Die Schülerin starb an den Folgen von Stichverletzungen, wie die Obduktion ergab.

Der 19-Jährige habe, so die Anklageschrift, die bei einem Gespräch in ihrem Auto ausgesprochene Trennung nicht akzeptieren und sie keinem anderen Mann gönnen wollen.

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Als seine Tochter am Abend des 18. Januar 2021 nicht wie gewohnt nach Hause kam, machte sich ihr Vater auf die Suche.

Gegen 3 Uhr fand er die Leiche der jungen Frau in ihrem Auto auf einem Parkplatz im Stadtteil Schützenplatz.

Nur Stunden später konnte der Tatverdächtige festgenommen werden.

Die Jugendkammer hat zunächst 13 Verhandlungstage anberaumt.

Update, 14.30 Uhr: Angeklagter will im Prozess nach Mord an 19-Jähriger aussagen

Der 19 Jahre alte Angeklagte hat zum Prozessauftakt vor dem Lüneburger Landgericht um den Tod seiner gleichaltrigen Freundin eine Aussage angekündigt.

Sein Anwalt sagte am Dienstag, der wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen Beschuldigte wolle am Donnerstag eine Erklärung abgeben.

Ein Rechtsmediziner des UKE in Hamburg schilderte am ersten Verhandlungstag detailliert an die 40 Stichverletzungen der 19 Jahre alten Gymnasiastin aus Lüneburg.

Nicht ins Bild hätten extrem tiefe Pulsaderschnitte gepasst, die nur wenig geblutet hätten. Dies spreche für eine postmortale Verletzung. Ein vorgetäuschter Suizidversuch sei nicht auszuschließen, sagte der Mediziner.

Titelfoto: Joto/dpa

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