Papa-Glück mal anders: Mann soll Bruder zum Vaterschaftstest geschickt haben

Von Helen Hoffmann

Aurich/Oldenburg - Um die Vaterschaft eines Kindes nicht anerkennen zu müssen, hat ein Mann wahrscheinlich seinen Bruder zum gerichtlich angeordneten DNA-Test geschickt.

Ein Vaterschaftstest sollte den Beweis bringen. Ein zweiter tat es dann auch. (Symbolbild)
Ein Vaterschaftstest sollte den Beweis bringen. Ein zweiter tat es dann auch. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Wie das Oberlandesgericht Oldenburg am Mittwoch mitteilte, war sich eine junge Frau aus Ostfriesland sicher, wer der Vater ihrer im Jahr 2020 geborenen Tochter ist.

Der Mann widersprach, daraufhin holte das Amtsgericht Aurich ein DNA-Gutachten ein.

Die untersuchte Speichelprobe schien zu zeigen, dass der Mann nicht der Vater ist.

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Die Frau blieb bei ihrer Aussage und vermutete, er könnte seinen Bruder zur Entnahme der DNA-Probe geschickt haben, der ihm sehr ähnlich sehe.

Das Oberlandesgericht ordnete eine zweite Probe an. Diesmal sollte die junge Mutter dabei sein und den Probengeber identifizieren. Das Ergebnis war klar: Der Mann erwies sich als Vater des etwa eineinhalb Jahre alten Mädchens.

Das Gericht hat die Staatsanwaltschaft informiert, die ein Verfahren gegen den Mann und seinen Bruder wegen versuchten Betruges prüft.

Der Beschluss des Oberlandesgerichts stammt vom 19. April und wurde erst jetzt mitgeteilt.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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