Nach Messer-Attacke auf Ex-Mann seiner Frau: 45-Jähriger legt Geständnis ab

Düsseldorf – Ein halbes Jahr nach einem lebensgefährlichen Messerangriff auf einen 43-Jährigen in Düsseldorf muss sich an diesem Montag (10 Uhr) der mutmaßliche Täter (45) wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten.

Ein Angeklagter (45) steht unter Verdacht, den Ex-Mann seiner Ehefrau mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Er steht ab Montag vor Gericht. (Symbolbild)
Ein Angeklagter (45) steht unter Verdacht, den Ex-Mann seiner Ehefrau mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Er steht ab Montag vor Gericht. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Laut Anklage war der 45-Jährige drei Tage vor Weihnachten hinter einem parkenden Auto hervorgesprungen und hatte das Opfer mit einem Messer lebensgefährlich am Kopf verletzt.

Hintergrund der Tat könnte den Ermittlern zufolge ein Sorgerechtsstreit sein.

Die Frau, mit der der Angeklagte zur Tatzeit verheiratet war, war zuvor mit dem 43-jährigen Opfer verheiratet. Sie hat mit beiden Männern jeweils ein Kind.

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Der deutsche Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten und behauptet, zur Tatzeit nicht in dem Stadtteil gewesen zu sein. Er habe das Opfer das letzte Mal vor sechs Jahren bei einem Familiengerichtstermin gesehen.

Dagegen hatte das Opfer den späteren Angeklagten als Täter benannt.

Für den Prozess sind bis zum 23. Juli noch sechs weitere Verhandlungstage angesetzt.

Update, 16.52 Uhr: Angeklagter gesteht lebensgefährliche Attacke

Nach einem lebensgefährlichen Messerangriff auf einen Automechaniker in Düsseldorf hat der 45-jährige Angeklagte die Tat gestanden. "Ich war zur Tatzeit am Tatort und hatte mit dem Mann eine körperliche Auseinandersetzung, bei der es zu den festgestellten Verletzungen gekommen ist", ließ der Mann über seinen Verteidiger erklären. Zum Motiv äußerte er sich nicht.

Das Opfer sagte am Montag aus, er sei damals auf dem Weg zur Arbeit gewesen und habe noch ein Paket auf den Beifahrersitz seines Autos gelegt. Da sei "der Mann plötzlich hinter dem Auto aufgetaucht und hat direkt mehrfach auf mich eingeschlagen." Erst als Nachbarn sich einmischten, habe er von ihm abgelassen.

Nach Aussage des Automechanikers hatte er seinen mutmaßlichen Peiniger zuvor im Rahmen familienrechtlicher Auseinandersetzungen mit seiner Ex-Frau mehrfach vor Gericht getroffen. Der 45-Jährige habe wiederholt seinen Sohn
geschlagen, der bei der Mutter lebt. "Der Junge hat Angst vor ihm."

Dem Angeklagten droht bei einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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