An Hinrichtung beteiligt: Kriegsverbrecher-Prozess in Düsseldorf angekündigt

Düsseldorf – Gegen zwei mutmaßliche Kriegsverbrecher aus Syrien beginnt im März vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) der Prozess. Die Männer sollen 2012 an der Hinrichtung eines Oberstleutnants der syrischen Regierungstruppen beteiligt gewesen sein.

Ein Polizist steht vor dem Gebäude des Oberlandesgerichts in Düsseldorf, wo im März der Prozess gegen zwei mutmaßliche Kriegsverbrecher beginnen soll. (Symbolbild)
Ein Polizist steht vor dem Gebäude des Oberlandesgerichts in Düsseldorf, wo im März der Prozess gegen zwei mutmaßliche Kriegsverbrecher beginnen soll. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

So lautet die Anklage der Bundesanwaltschaft. Das OLG in Düsseldorf teilte am Montag mit, die Anklage zum Hauptverfahren in dem Staatsschutzverfahren zugelassen zu haben.

Der 6. Strafsenat werde den Prozess am 4. März unter anderem wegen des Vorwurfs eines Kriegsverbrechens in Syrien aufnehmen und habe weitere 17 Verhandlungstermine bis Mai festgelegt.

Die beiden Männer waren im Juli 2020 in Essen und in Naumburg in Sachsen-Anhalt gefasst worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Das Alter gab das OLG mit 35 Jahren für den zuletzt in Essen wohnhaften Mann an, der andere sei 43 Jahre alt.

Den Ermittlern zufolge sollen die Männer den gefesselten und schwer misshandelten Gefangenen mit zur Hinrichtung gebracht haben.

Einer habe die Bewachung übernommen, der andere die Erschießung zu Propagandazwecken gefilmt und kommentiert.

Einer der Männer soll zu einer Gruppe gehört haben, die sich dann der Al-Nusra-Front anschloss und ist daher auch als Mitglied einer Terrorvereinigung angeklagt. Der zweite soll ohne feste Zugehörigkeit für diese und andere Gruppen gekämpft haben.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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