Dreiste Geste vor Gericht: Mutmaßliche Darknet-Dealer machten Millionen-Gewinn

Düsseldorf – Ein Hinweis des Bundeskriminalamts auf Geldwäsche hat einen florierenden Kokainhandel im Darknet zum Erliegen und zwei Männer (32 und 33) aus Monheim vorerst hinter Gitter gebracht.

Der 33-jährige Angeklagte (2.v.r) zeigte beim Prozessauftakt ganz siegessicher das Victory-Zeichen.
Der 33-jährige Angeklagte (2.v.r) zeigte beim Prozessauftakt ganz siegessicher das Victory-Zeichen.  © Martin Höke/dpa

Die Angeklagten sollen hinter dem Kokaingeschäft stecken, mit dem sie nach Angaben der Ermittler 2,6 Millionen Euro Gewinn machten. Beim Prozessauftakt am Düsseldorfer Landgericht schwiegen sie am Dienstag zu den Vorwürfen.

Ein leitender Ermittler sagte, neben dem BKA-Hinweis gab es auch einen von Europol auf die mutmaßlichen Darknet-Verkäufer, die sich nach einer 1970er-Jahre-Kiffer-Filmreihe "Cheech and Chong" genannt hätten.

Zusätzlich könnte die Entschlüsselung des Krypto-Chats Encrochat durch französische Ermittler dem Duo zum Verhängnis werden. "Warten wir es ab", sagte Verteidiger Wolf Bonn.

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Beide Monheimer waren monatelang observiert und ihre Autos, Telefone und Wohnungen abgehört worden. "Wir haben festgestellt, dass der Beschuldigte nahezu täglich bestimmte Postfilialen mit Paketen anfuhr", so ein Ermittler.

Bei der Festnahme des Duos am 18. März stießen die Ermittler auf eine große Cannabis-Plantage und fast 40 Schusswaffen.

Das Kokain soll der 33-Jährige für 38.000 bis 39.000 Euro pro Kilogramm in Bremen gekauft haben. Die Drogen wurden dann in Monheim portioniert und im Darknet auf verschiedenen Verkaufsplattformen angeboten. 6600 Bestellungen sollen die Angeklagten abgewickelt haben. Für den Prozess sind bis kurz vor Weihnachten insgesamt 13 Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: Martin Höke/dpa

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