Eltern mit Messerstichen getötet: Urteil gegen Sohn erwartet

Bonn - Er war von den Eltern genervt - und stach deshalb zigmal mit einem Messer zu: Für die Tat ist der Sohn bereits verurteilt worden. Der BGH hob das Urteil aber teilweise auf und will klären lassen, ob es sich um Mord oder Totschlag handelte.

Das Urteil wird am Montag am Landgericht in Bonn erwartet.
Das Urteil wird am Montag am Landgericht in Bonn erwartet.  © Oliver Berg/dpa

Im neu aufgerollten Prozess gegen einen 32-Jährigen wegen der Tötung seiner Eltern wird am Montag (13.00 Uhr) im Bonner Landgericht das Urteil erwartet.

Die Staatsanwaltschaft hat erneut wegen zweifachen heimtückischen Mordes eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert, zudem soll die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden.

Die Verteidigung plädierte auf zweifachen Totschlag.

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Der Angeklagte aus Weilerswist hatte in dem Prozess abermals gestanden, dass er seine Eltern im April 2019 mit 60 Messerstichen getötet hat.

In einem ersten Prozess hatte das Bonner Landgericht den Sohn wegen Mordes am Vater sowie Totschlags an der Mutter zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil im vergangenen November auf. Die obersten Richter hatten Zweifel an der Begründung, dass die Tötung des Vaters heimtückisch und damit ein Mord war.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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