Er soll asbesthaltigen Giftmüll illegal entsorgt haben: Angeklagter streitet alles ab

Wuppertal - Ein 67-jähriger Unternehmer aus Solingen ist wegen illegaler Giftmüllentsorgung angeklagt worden. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft wirft dem Mann eine Reihe von Umweltstraftaten vor.

Der 67-jährige Angeklagte soll unter anderem mehrfach asbesthaltige Abfälle nicht ordnungsgemäß getrennt und entsorgt haben. (Symbolbild)
Der 67-jährige Angeklagte soll unter anderem mehrfach asbesthaltige Abfälle nicht ordnungsgemäß getrennt und entsorgt haben. (Symbolbild)  © Bernd Wüstneck/ZB/dpa

Er habe mehrere Unternehmen selbst als Geschäftsführer betrieben oder Strohleute als Geschäftsführer eingesetzt, teilte die Ermittlungsbehörde am Dienstag mit.

So habe er in der Nähe des Wuppertaler Gefängnisses eine illegale Deponie betrieben und dort fast 10.000 Kubikmeter Bauschutt den Anwohnern meterhoch an die Grundstücksgrenzen kippen lassen.

Auf einer Baustelle in Langenfeld habe er asbesthaltigen Abfall vergraben lassen. Ein alter Luftschutzbunker sei dort auf seine Anweisung mit hochgiftigen PCB-belasteten Abfällen verfüllt worden.

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Bei Abbrucharbeiten in Solingen soll der Mann asbesthaltige Abfälle außerdem nicht ordnungsgemäß entsorgt und der Stadt Solingen gefälschte Entsorgungsnachweise vorgelegt haben. Ebenfalls asbesthaltige Abfälle habe er auf einer Baustelle in Heiligenhaus nicht ordnungsgemäß getrennt und entsorgt.

Die Vorgänge liegen nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis zu acht Jahre zurück. Der Anklageerhebung seien außerordentlich intensive Ermittlungen vorausgegangen.

Dem Wuppertaler Amtsgericht seien umfangreiche Gutachten und Urkunden vorgelegt sowie 40 Zeugen benannt worden. Der Beschuldigte hat die Vorwürfe den Angaben nach bestritten und behauptet, die Abfälle ordnungsgemäß entsorgt zu haben.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/ZB/dpa

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