Erschütternde Erkenntnis nach Messerattacke auf 17-Jährigen im Zug: "Hätte jeden treffen können"

Mönchengladbach – Im Prozess wegen einer blutigen Messerattacke auf einen Jugendlichen (17) in einem Regionalexpress hat die Anklage vor dem Landgericht Mönchengladbach zehn Jahre Haft gefordert.

Nach einem Mordversuch im Zug drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft. (Symbolbild)
Nach einem Mordversuch im Zug drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Überzeugung der Staatsanwältin hatte die Beweisaufnahme den Vorwurf des versuchten Mordes gegen den angeklagten Polen (25) bestätigt.

Die Bluttat am späten Abend des 12. März war von Mitreisenden beobachtet und von Überwachungskameras im Zug aufgezeichnet worden.

Darauf war zu sehen, wie der 25-Jährige unvermittelt mit einem Küchenmesser auf einen heute 17-jährigen Mitreisenden mehrfach einstach und ihn lebensgefährlich verletzte.

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Der Täter habe heimtückisch gehandelt, betont die Anklägerin. Der Schüler sei völlig arg- und wehrlos und ein Zufallsopfer gewesen. "Es hätte an dem Tag jeden treffen können", sagte sie.

Der 25-Jährige will sich an die Tat nicht erinnern können. Sein Verteidiger stellte keinen konkreten Strafantrag.

Eine psychiatrische Gutachterin hatte den alkohol- und drogenabhängigen Angeklagten als voll schuldfähig eingestuft.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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