Fünf Kinder in Solingen getötet? Mutter hat vor Mord-Prozess krasse Erklärung

Wuppertal – Die Tat sorgte für Entsetzen: Im Fall der fünf getöteten Kinder in Solingen beginnt am Montag (13 Uhr) am Wuppertaler Landgericht der Prozess wegen Mordes. Angeklagt ist die Mutter (28) der Todesopfer.

Am 3. September vergangenen Jahres waren die fünf Kinderleichen in einer Wohnung in Solingen entdeckt worden.
Am 3. September vergangenen Jahres waren die fünf Kinderleichen in einer Wohnung in Solingen entdeckt worden.  © Roberto Pfeil/dpa

Laut Anklage hatte sie den Kindern Anfang September vergangenen Jahres einen Medikamenten-Mix ins Frühstücksgetränk gemischt. Die Kinder seien wie beabsichtigt eingeschlafen.

Nacheinander soll sie ihre Kinder laut Anklage dann geweckt und in der Badewanne erstickt oder ertränkt haben.

Die fünf toten Kinder (drei Mädchen und zwei Jungs, zwischen 19 Monate und acht Jahre alt) waren am 3. September entdeckt worden. Ihre Mutter hatte sich nach der Tat im Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen, aber überlebt.

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Ihr ältester Sohn (11) überlebte unverletzt. Seine Mutter hatte ihn zur Oma an den Niederrhein geschickt.

Die Angeklagte hatte bislang ihre Unschuld beteuert: Ein maskierter Unbekannter sei in ihre Wohnung eingedrungen und habe ihre Kinder umgebracht. Es deute nichts darauf hin, dass es so gewesen sein könnte, sagen die Ermittler.

Das Gericht hat für den Prozess laut einem Justizsprecher bislang elf Verhandlungstage eingeplant.

Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa

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