Wegen Kriegsverbrechen: IS-Terroristin aus Leverkusen zu mehr als vier Jahren Knast verurteilt!

Düsseldorf - Im Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Terroristin und Syrien-Rückkehrerin (35) aus Leverkusen wird an diesem Mittwoch (14.30 Uhr) das Urteil erwartet.

Die 35-Jährige wurde am Mittwoch zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt. (Archivfoto)
Die 35-Jährige wurde am Mittwoch zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt. (Archivfoto)  © Martin Höke/dpa

Die Bundesanwaltschaft hat vier Jahre und acht Monate Haft für die Frau gefordert. Alle Vorwürfe der Anklage hätten sich bestätigt.

Die Verteidiger beantragten maximal dreieinhalb Jahre Haft und die Aufhebung des Haftbefehls der 35-Jährigen.

Das Verfahren vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht hatte im Februar begonnen.

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Die Angeklagte hatte ein Teilgeständnis abgelegt.

Ihr werden IS-Mitgliedschaft, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegswaffenbesitz und Verletzung der Fürsorgepflicht vorgeworfen.

Die 35-Jährige soll im Februar 2015 mit ihrer damals dreijährigen Tochter nach Syrien ausgereist sein und sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben.

Update, 14.15 Uhr: Mehr als vier Jahre Haft für Leverkusener IS-Terroristin

Eine Syrien-Rückkehrerin aus Leverkusen ist als IS-Terroristin zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sprach die Frau am Mittwoch zudem wegen Kriegsverbrechen gegen das Eigentum, Verletzung der Fürsorgepflicht und Beteiligung an Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig.

Sie war im Februar 2015 mit ihrer damals dreijährigen Tochter nach Syrien ausgereist, hatte einen IS-Terroristen aus Husum geheiratet und sich selbst der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Eine vom IS versklavte Jesidin hatte in dem Prozess als Zeugin ausgesagt, sie habe als Sklavin regelmäßig den Haushalt der Leverkusenerin putzen müssen.

Titelfoto: Martin Höke/dpa

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