Junge (†5) grausam durch Faustschläge getötet: Misshandlung soll wie Mord gewertet werden

Mönchengladbach – Im Prozess um den gewaltsamen Tod des fünf Jahre alten Fabio aus Mönchengladbach hat die Staatsanwaltschaft für den angeklagten Freund der Mutter eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

Die Mutter und ihr damaliger Freund (beide 23) müssen sich vor Gericht verantworten. (Archivfoto)
Die Mutter und ihr damaliger Freund (beide 23) müssen sich vor Gericht verantworten. (Archivfoto)  © Roland Weihrauch/dpa

Die Grausamkeit und Dauer der Misshandlung sei wie Mord zu werten, erklärte am Dienstag die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht Mönchengladbach.

Der 23-Jährige steht wegen Totschlags vor Gericht. Die ebenfalls 23 Jahre alte Mutter des Jungen solle wegen Totschlags durch Unterlassen sieben Jahre Haft erhalten, beantragte die Anklage.

Fabio war am 21. April vergangenen Jahres tödlich verletzt in der Wohnung seiner Mutter aufgefunden worden. Unter anderem hatte das Kind ein Schädelhirntrauma, eine offene Kinnverletzung und schwere Verletzungen im Bauchraum, an denen es noch in der Wohnung starb.

Ein weiteres, heute drei Jahre altes Kind war bei der Festnahme der Angeklagten in die Obhut des Jugendamts gekommen.

Unmittelbar vor den Plädoyers hatte der Angeklagte erstmals ausgesagt. In einer von seinem Verteidiger verlesenen Erklärung bestritt er, Fabio und seinen Bruder jemals misshandelt zu haben. Er machte die Mutter der Kinder für die Verletzungen verantwortlich.

Die Staatsanwaltschaft hat für den Angeklagten (23) eine lebenslange Haftstrafe gefordert. (Archivfoto)
Die Staatsanwaltschaft hat für den Angeklagten (23) eine lebenslange Haftstrafe gefordert. (Archivfoto)  © Roland Weihrauch/dpa

Am vorangegangenen Prozesstag hatte die 23-Jährige ihren Freund belastet (TAG24 berichtete). Der Prozess dauert seit vier Monaten.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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