Säugling mit Spielzeugauto krankenhausreif geschlagen: Urteil gegen Mutter gefallen!

Bonn - Für die schwere Misshandlung ihres Säuglings hat das Bonner Landgericht die Mutter am Freitag zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Sie habe das Schreien ihrer Tochter nicht mehr ausgehalten, gestand die beschuldigte Mutter (27). (Symbolbild)
Sie habe das Schreien ihrer Tochter nicht mehr ausgehalten, gestand die beschuldigte Mutter (27). (Symbolbild)  © artoleshko/123rf

Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter (27) vor, ihr Neugeborenes bis zur Bewusstlosigkeit geschüttelt und "mit stumpfen Werkzeugen" traktiert zu haben.

Die Angeklagte hatte im Verlauf des Prozesses ein Geständnis abgelegt.

So habe sie dem Baby ein Spielzeugauto aus Metall mit Wucht ins Gesicht geschlagen und seinen Kopf gegen die Kante eines Türrahmens geknallt.

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Sie habe das Schreien ihrer Tochter nicht mehr ausgehalten und sei überfordert gewesen, sagte sie vor Gericht.

Das Kind hatte lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Die Staatsanwältin hat für die Angeklagte fünfeinhalb Jahre Haft wegen schwerer Körperverletzung und Misshandlung einer Schutzbefohlenen gefordert.

Die Verteidigerin plädierte auf eine Freiheitsstrafe von höchstens viereinhalb Jahren.

Update, 10. September, 15.13 Uhr: Mutter zu Haftstrafe verurteilt

Für die schwere Misshandlung ihres Säuglings hat das Bonner Landgericht die Mutter am Freitag zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Kammer befand die 27-Jährige auch der gefährlichen Körperverletzung für schuldig.

Das Baby erlitt bei den Taten 2019 zwei Schädelbrüche, weitere Knochenbrüche und zahlreiche Hämatome. Als die Mutter es schließlich zur Kinderärztin brachte, war es in akuter Lebensgefahr und musste in der Uniklinik operiert werden.

Als Motiv geht das Gericht davon aus, dass die alleinerziehende Mutter von drei Kindern überfordert war. Das älteste Kind lebte schon seit längerem in einer Pflegefamilie, die Frau habe Angst gehabt, dass ihr die beiden jüngeren Geschwister ebenfalls weggenommen würden.

Sich um die beiden Kinder und ihre ständig bellenden Hunde zu kümmern, habe die Angeklagte jedoch immer mehr unter Druck gesetzt. Irgendwann habe sie das Schreien des Babys nicht mehr ausgehalten.

Mit dem Urteil entsprach das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigerin hatte auf eine Freiheitsstrafe von höchstens viereinhalb Jahren plädiert.

Titelfoto: artoleshko/123rf

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