Prozess um fünf ermordete Kinder: Version der Mutter bekommt vor Gericht weitere Risse

Wuppertal – Der Mordprozess um eine Solingerin (28), die ihre fünf Kinder ermordet haben soll, geht weiter.

Die angeklagte Mutter (28) steht unter Verdacht, ihre fünf Kinder ermordet zu haben. Sie muss sich vor dem Wuppertaler Landgericht verantworten.
Die angeklagte Mutter (28) steht unter Verdacht, ihre fünf Kinder ermordet zu haben. Sie muss sich vor dem Wuppertaler Landgericht verantworten.  © Oliver Berg/dpa

Die Angeklagte hat bei ihrer ersten Befragung noch nichts von dem Maskierten erwähnt, der die Kinder umgebracht haben soll. Sie habe einen Blackout und könne sich nicht mehr erinnern, was passiert sei.

Das berichtete am Donnerstag die Kripo-Beamtin, die die 28-jährige Mutter damals im Krankenhaus als erste vernommen hatte, im Zeugenstand des Wuppertaler Landgerichts.

Zunächst sei die Mutter darüber belehrt worden, dass sie unter dem Verdacht stehe, ihre Kinder getötet zu haben. Anschließend habe die 28-Jährige gesagt, diese seien wegen Schnupfens nicht in der Schule gewesen. Dann setze ihre Erinnerung aus. Ihre Antworten seien einsilbig gewesen.

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Die angeklagte Mutter muss sich wegen fünffachen heimtückischen Mordes vor Gericht verantworten. Sie soll die Kinder betäubt und dann erstickt, erwürgt oder ertränkt haben.

Die Frau hat die Tat bestritten. Ein Unbekannter sei in ihre Wohnung eingedrungen, habe sie gefesselt, geknebelt und dann ihre Kinder getötet. Die Ermittler hatten diese Version als Schutzbehauptung zurückgewiesen.

Der Deutschen droht lebenslange Haft. Die Leichen der Kinder waren am 3. September vergangenen Jahres entdeckt worden: Melina (1), Leonie (2), Sophie (3), Timo (6) und Luca (8).

Ihre Mutter hatte sich nach der Tat im Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug geworfen, aber überlebt. Ihr ältester Sohn blieb unverletzt. Seine Mutter hatte ihn zur Großmutter an den Niederrhein geschickt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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