Prozess um Penis-Beißer "Rex" eingestellt

Mönchengladbach - Der Prozess um den Hundebiss in die Genitalien eines Mannes (58) in Mönchengladbach ist eingestellt worden.

Der Prozess um Schäferhund "Rex" wurde eingestellt. (Symbolbild)
Der Prozess um Schäferhund "Rex" wurde eingestellt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

"Der Angeklagte kann wohl nicht für die Attacke seines Hundes verantwortlich gemacht werden", räumte der Staatsanwalt am Montag ein.

Dafür sei wohl vielmehr seine Mutter verantwortlich gewesen. Sie habe damals die Haustür geöffnet, sodass der Belgische Schäferhund Rex das Opfer anfallen und beißen konnte.

Gegen den Nachbarn (45) und Hundebesitzer war nach dem Vorfall ein Strafbefehl in Höhe von 3000 Euro erlassen worden, gegen den der 45-Jährige Widerspruch eingelegt hatte - mit Erfolg, wie sich am Montag zeigte.

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Das spätere Opfer hatte wegen einer zugeparkten Garage bei seinem Nachbarn geklingelt.

Der 58-Jährige berichtete als Zeuge in der Verhandlung, dass er schon damals keinen Strafantrag gegen seinen Nachbarn stellen wollte.

Der 45-Jährige hatte dennoch den Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung erhalten.

Hundehalter wehrte sich gegen Anschuldigen

Der Hund hatte einen Nachbarn in dessen Penis gebissen. (Symbolbild)
Der Hund hatte einen Nachbarn in dessen Penis gebissen. (Symbolbild)  © dimid86/123rf

"Ich war im Garten und habe das erst gar nicht mitbekommen", erzählte der Hundehalter und fünffache Vater. "Ich habe mich dann direkt um den Nachbarn gekümmert und den Krankenwagen gerufen."

Zu dem Zwischenfall sei es nur gekommen, weil "meine Mutter die Tür nach dem Klingeln geöffnet, aber nicht hinter sich zugezogen hatte."

Rex habe aufgrund einer Ordnungsverfügung der Stadt die Wohnung nur mit Maulkorb und an kurzer Leine verlassen dürfen. "Der war Kettenhund, hat Angst vor allem und wollte mich um jeden Preis beschützen", so der Hundehalter.

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Das 58-jährige Bissopfer war mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht worden. Die Ärzte attestierten eine Verletzung am Genital.

"Das war nach zwei bis drei Tagen alles wieder in Ordnung", erklärte der Zeuge. Das Verfahren wurde daraufhin am Montag mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft eingestellt - ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung bestehe nicht mehr.

Titelfoto: dimid86/123rf

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