Raser von Düsseldorfer Uni-Tunnel verurteilt: WhatsApp-Gruppe verriet ihn

Düsseldorf – Ein 24-jähriger Autofahrer ist wegen illegaler Rennen durch den Düsseldorfer Uni-Tunnel verurteilt worden.

Ein junger Autofahrer wurde verurteilt, weil er mit viel zu hohem Tempo durch den Düsseldorfer Uni-Tunnel gerast ist.
Ein junger Autofahrer wurde verurteilt, weil er mit viel zu hohem Tempo durch den Düsseldorfer Uni-Tunnel gerast ist.  © Fredrik von Erichsen/dpa

Der Solinger wurde vom Amtsgericht für zwei Rennen zu 3750 Euro Geldstrafe verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin am heutigen Montag in Düsseldorf sagte. Außerdem wurde sein Wagen als Tatwerkzeug eingezogen. Seinen Führerschein ist er für drei Monate ebenfalls los.

Nach Überzeugung der zuständigen Richterin gehörte er zu den drei Fahrern, die sich Ende Januar und Mitte März 2021 mit ihren hochmotorisierten Autos auf der A46 Rennen geliefert hatten.

Dabei waren sie statt mit erlaubten 80 Kilometern pro Stunde mit Tempo 156 und 176 unterwegs. Zeugen hatten die Polizei verständigt und die Tunnelkameras die nötigen Beweisfotos geliefert.

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Bei Hausdurchsuchungen waren die Ermittler auf umfangreiches Beweismaterial und Chatverläufe einer WhatsApp-Gruppe namens "PS-Niederrhein" gestoßen. Darin fanden sich zahlreiche Verabredungen zu Rennen und Filme davon.

Mit 305 km/h über die A3 gerast?

Vom Vorwurf, mit Tempo 305 über die A3 gerast zu sein, wurde der 24-Jährige dagegen freigesprochen: Zum einen sei an der fraglichen Stelle kein Tempolimit, zum anderen konnte nicht geklärt werden, ob er zur fraglichen Zeit wirklich der Fahrer war.

Der 24-Jährige hatte alle Vorwürfe bis zuletzt bestritten. Der Wagen gehöre auch nicht ihm, sondern seiner Mutter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: Fredrik von Erichsen/dpa

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