Sportschütze feuerte 13 Mal auf seine Ehefrau: Jetzt steht er vor Gericht

Wuppertal - Weil er seine Ehefrau (†47) in Haan mit 13 Schüssen umgebracht haben soll, steht ein 60-jähriger Sportschütze seit Freitag in Wuppertal vor Gericht.

Ein 60-jähriger Sportschütze steht seit Freitag in Wuppertal vor Gericht, weil er seine Ehefrau (†47) in Haan erschossen haben soll.
Ein 60-jähriger Sportschütze steht seit Freitag in Wuppertal vor Gericht, weil er seine Ehefrau (†47) in Haan erschossen haben soll.  © Tim Oelbermann

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Totschlag vor. Mit über zwei Promille Alkohol im Blut soll er die Tat am 25. März begangen haben.

Motiv laut Anklage: Seine Frau hatte sich von ihm getrennt und wollte sich scheiden lassen. Dies habe er nicht akzeptieren wollen. Es war die zweite Ehefrau des 60-jährigen Deutschen, das Paar hatte 2017 geheiratet. Nebenkläger sind die Kinder der Frau aus erster Ehe.

Der Angeklagte und die Getötete waren als Sportschützen im legalen Besitz mehrerer Schusswaffen. Die Polizei hatte das schwer verletzte Opfer noch lebend angetroffen.

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Bevor die 47-Jährige in einer Düsseldorfer Klinik starb, soll sie ihren Mann als Täter genannt haben.

Beim Prozessauftakt kündigte der Angeklagte am Landgericht eine Aussage für den kommenden Verhandlungstag an.

Der Polizei zufolge hatte er sich damals versucht mit Tabletten zu vergiften und kurz nach seiner Festnahme das Bewusstsein verloren.

Anwohner hatten verdächtige Geräusche und Hilferufe aus der Wohnung des Paares gehört und die Polizei alarmiert.

Titelfoto: Tim Oelbermann

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