Tochter soll mit Beil auf Vater eingeschlagen haben: Gericht setzt sie auf freien Fuß

Bonn - In einem Prozess gegen eine 52-Jährige wegen versuchten Totschlags an ihrem Vater hat das Bonner Landgericht die Angeklagte freigesprochen. Die Tat habe der Frau in dem viertägigen Indizienprozess nicht nachgewiesen werden können, urteilte das Gericht am Donnerstag.

Die Tat konnte der Angeklagten vor dem Bonner Landgericht nicht nachgewiesen werden.
Die Tat konnte der Angeklagten vor dem Bonner Landgericht nicht nachgewiesen werden.  © Federico Gambarini/dpa

Die Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten. Nun muss in dem ungelösten Fall erneut ermittelt werden!

Die Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagten aus dem Rhein-Sieg-Kreis vorgeworfen, im Februar 2021 mehrfach mit einem Beil auf den Kopf ihres Vaters eingeschlagen zu haben.

Anschließend sollte sie den lebensgefährlich Verletzten liegen gelassen und sich in ihre Wohnung im gleichen Haus zurückgezogen haben.

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Der 81-Jährige wurde erst zwei Tage später bewusstlos gefunden und lag danach anderthalb Jahre im Wachkoma, ehe er im Juli dieses Jahres starb.

Da die gehörlose Tochter zur Tatzeit mit ihrem Vater im selben Haus lebte und es zwischen den beiden öfter Streit gegeben haben soll, war die 52-Jährige in Verdacht geraten.

Nach Auffassung der Kammer muss es sich bei dem Täter um eine Person handeln, die sich am Tatort sehr gut auskannte und womöglich im Besitz eines Schlüssels war. Ein Einbruch könne ausgeschlossen werden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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