Hammer-Totschlag: 19-Jähriger lebte offenbar wochenlang mit Leiche seiner Mutter zusammen

Magdeburg - Zu Beginn des Prozesses (TAG24 berichtete) um den gewaltsamen Tod seiner Mutter hat der wegen Totschlags angeklagte Sohn (19) am Donnerstag vor dem Landgericht geschwiegen. 

Der Prozess begann am heutigen Donnerstag am Magdeburger Landgericht. Der Angeklagte schweigt.
Der Prozess begann am heutigen Donnerstag am Magdeburger Landgericht. Der Angeklagte schweigt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Mutter in Halberstadt zu einem nicht mehr genau bestimmbaren Zeitpunkt am 20. oder 21. Januar mit einem Hammer erschlagen zu haben.

In der von Oberstaatsanwalt Hauke Roggenbuck verlesenen Anklage ist von neun kraftvollen Schlägen auf den Kopf die Rede. 

Anschließend soll der damals 18-Jährige fast zwei Monate lang mit der Leiche in der gemeinsamen Wohnung gelebt haben. 

Dort wurde die Tote zufällig am 11. März bei einer Durchsuchung entdeckt. Es ging um andere Ermittlungen gegen den heute 19-jährigen Angeklagten.

Die zweite Jugendstrafkammer des Magdeburger Landgerichts will 14 Zeugen und vier Sachverständige befragen. Es sind neun Prozesstage bis Ende Oktober geplant.

Der Angeklagte sitzt seit 12. März in Untersuchungshaft. 

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +

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