14 Kilo Marihuana in Paketen: Barkeeper war scharf aufs schnelle Geld

Bautzen - Er wollte helfen und landete vor Gericht. Edio K. (27) hatte als Barkeeper in Corona-Zeiten Geldnot.

Edio K. (27) hatte sich aus Geldmangel in kriminelle Geschäfte verwickeln lassen.
Edio K. (27) hatte sich aus Geldmangel in kriminelle Geschäfte verwickeln lassen.  © LausitzNews.de/ Jens Kaczmarek

Da traf es sich gut, dass zwei Stammkunden aus dem Lokal, in dem er jobbte, ihn im Mai baten, für sie zwei Pakete entgegenzunehmen. Er selbst sollte so 500 Euro verdienen. Allerdings handelte es sich dabei um 14 Kilo Marihuana. Nun saß der gebürtige Albaner vorm Amtsrichter in Bautzen.

"Es tut mir sehr leid. Das war mir eine riesige Lehre", ließ der Angeklagte über seine Verteidiger wissen. Er habe bisher weder mit Strafrecht noch mit der Justiz zu tun gehabt. Nun musste er seinen Geburtstag in U-Haft verbringen.

"Ich ließ mich hinreißen. Es war ja schnell verdientes Geld", so Edio, der hätte stutzig werden können, als er einen Schlüssel zu einer Wohnung in Ottendorf-Okrilla bekam, wo er die Pakete entgegennehmen sollte. Außerdem war ihm irgendwann klar, welche Ware da geliefert wird.

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Doch die Kuriere samt der Pakete wurden abgefangen und Edio fix ermittelt. Denn der bisher nicht Vorbestrafte hatte den Kurieren seine normale Telefonnummer gegeben, für den Fall es gäbe Probleme...

Gleich 14 Kilo Marihuana sollte der Barkeeper in zwei Paketen entgegennehmen. (Symbolbild)
Gleich 14 Kilo Marihuana sollte der Barkeeper in zwei Paketen entgegennehmen. (Symbolbild)  © picture alliance/dpa

Der Richter ließ Milde walten mit dem verhinderten Drogendealer. Urteil: 22 Monate Haft. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

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