Prozess in Sachsen: Sportlehrer wegen Gewalt-Vorwürfen vor Gericht

Aue-Bad Schlema – Sportlehrer Stanislav Z. (53) musste sich am Amtsgericht Aue-Bad Schlema verantworten. Der Vorwurf: Körperverletzung im Amt.

Das Verfahren gegen Stanislav Z. (53) wurde eingestellt.  © Max Baumberg

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll es im Januar 2024 in einer sechsten Klasse einer Schule in Raschau-Markersbach zu zwei Vorfällen gekommen sein.

Demnach gelang es Z. nicht, in der Klasse für Ruhe zu sorgen. Daraufhin habe er eine Tür zugeschlagen. Ein Schüler soll noch in der Tür gestanden haben. Sein Knie wurde zwischen Türblatt und -rahmen eingeklemmt und geprellt.

Kurz darauf soll der Lehrer einen weiteren Schüler, der sich über ihn lustig gemacht habe, am Hals gepackt haben. Das Kind erlitt laut Anklage Schmerzen im Genick und musste am Abend erbrechen.

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Vor Gericht räumte der aus der Tschechien stammende Angeklagte die Vorwürfe über seinen Anwalt weitestgehend ein und entschuldigte sich.

Den ersten Schüler habe er mit der Tür getroffen, dies jedoch nicht vorhergesehen. Den anderen Schüler habe er an den Schultern greifen wollen. Aufgrund seiner großen Hände habe er dabei wohl auch den Hals gefasst. "Der Griff war falsch und zu derb", erklärte sein Anwalt.

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Das Gericht stellte das Verfahren wegen Geringfügigkeit gegen Zahlung von 1000 Euro an einen Handball-Verein ein. Der Richter riet dem Lehrer abschließend: "Für die Zukunft sollten Sie sich zurücknehmen."

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