Mit Messer auf Mann und Ex-Frau eingestochen: 49-Jähriger spricht von Panik

Aktualisiert, 26. November, 15.19 Uhr

Kiel – Ein 49-Jähriger Mann, der sich seit Freitag wegen lebensgefährlicher Messerstiche auf seine Ex-Frau und deren Begleiter vor dem Kieler Landgericht verantworten muss, hat die Tat als Panikreaktion geschildert.

Ein Justizbeamter steht mit Handschellen im Kieler Landgericht. Dort beginnt der Prozess gegen einen 49-Jährigen. (Archivbild)
Ein Justizbeamter steht mit Handschellen im Kieler Landgericht. Dort beginnt der Prozess gegen einen 49-Jährigen. (Archivbild)  © Frank Molter/dpa

Er sei vom Begleiter seiner Ex-Frau nach einem Streit in einem Kieler Lokal vor die Tür gezerrt und dort geschlagen worden, sagte der Angeklagte.

An die Einzelheiten des Tatgeschehens habe er keine genaue Erinnerung. Er habe sich bedroht gefühlt und ein Messer geholt.

Danach sei es im Gerangel zu den Stichen gekommen. Dass seine ehemalige Frau dazwischen ging, um ihrem Begleiter zu helfen, habe er nicht wahrgenommen.

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Der deutsche Staatsbürger ist wegen versuchten Totschlags angeklagt. Demnach stach er im März nach Streit und Faustschlägen gezielt in den Hals des Mannes, um ihn zu töten. Seiner zu Hilfe eilenden Ex-Frau soll er in den Rücken gestochen haben.

Der Mann wurde schließlich in einem Hinterhof festgenommen. Das Urteil wird Mitte Dezember erwartet.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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