Brutale Prügel-Attacke auf Corona-Demo: Zwei Männer stehen vor Gericht

Stuttgart - Nach dem geplatzten Auftakt vor einer Woche steht am heutigen Montag (9 Uhr) der zweite Anlauf für den Prozess um eine brutale Attacke am Rande einer Corona-Demo in Stuttgart an.

Vor rund einem Jahr wurde ein Mann am Rande einer Demo lebensgefährlich verletzt.
Vor rund einem Jahr wurde ein Mann am Rande einer Demo lebensgefährlich verletzt.  © Andreas Rosar/Fotoagentur-Stuttgart/dpa

Zwei mutmaßlich Beteiligte müssen sich vor Gericht verantworten. Beide werden der linken Szene zugerechnet. Dem einen wird versuchter Totschlag vorgeworfen, dem anderen gefährliche Körperverletzung.

Den ersten Anlauf zum Prozessbeginn hatte ein Corona-Ausbruch in der Stuttgarter Justizvollzugsanstalt Stammheim zunichtegemacht.

Dort sitzt einer der beiden Angeklagten ein, ein zur Tatzeit 20-Jähriger, der einem der drei Opfer heftig gegen den Kopf geschlagen und es lebensgefährlich verletzt haben soll.

Insgesamt sollen damals bei der Demo etwa 20 bis 40 Menschen die aus ihrer Sicht rechten Kontrahenten mit Schlagwerkzeugen attackiert und verletzt haben.

Der lebensgefährlich verletzte damals 54-Jährige gehörte der rechtspopulistischen gewerkschaftsähnlichen Organisation "Zentrum Automobil" an.

Auch seine beiden Mitstreiter erlitten Verletzungen. Sie waren auf dem Weg zur Kundgebung auf dem Wasen. Mehrere Tausend Menschen hatten damals an der Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen teilgenommen.

Update 11.34 Uhr: Angeklagte bestreiten Vorwürfe

Im Prozess um einen brutalen Angriff am Rande einer Corona-Demo in Stuttgart haben die beiden Angeklagten die Vorwürfe der Anklage zurückgewiesen. Dies erklärten sie über ihre Anwälte beim Prozessauftakt am Montag vor dem Landgericht.

Titelfoto: Andreas Rosar/Fotoagentur-Stuttgart/dpa

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