Goldanlage: Betrüger sollen Anleger um zwei Millionen Euro geprellt haben

Stuttgart - Eine lukrative Anlage in Gold? "Leicht verdientes Geld!", könnten sich Anleger gedacht haben. Sie gerieten aber offenbar an Betrüger. Jetzt stehen drei Angeklagte vor Gericht.

Der Prozess findet vor dem Landgericht Stuttgart statt.
Der Prozess findet vor dem Landgericht Stuttgart statt.  © Daniel Naupold/dpa

Mit angeblich lukrativen Goldhandelsgeschäften sollen vier Männer Anleger um zwei Millionen Euro gebracht haben. Am Freitag (9 Uhr) beginnt vor dem Landgericht Stuttgart der Prozess gegen die mutmaßlichen Betrüger.

Laut Staatsanwaltschaft hatten sie behauptet, sehr gewinnbringende Geschäfte mit dem An- und Verkauf von Reingold zu betreiben. So überzeugten sie demnach 26 Anleger. 

Deren Geld sollen sie dann aber für private Zwecke verwendet haben. Zum Schein schütteten sie knapp 333.000 Euro an angeblicher Rendite aus, um die Anleger in Sicherheit zu wiegen.

Den Angeklagten im Alter zwischen 51 und 65 Jahren wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Ursprünglich war noch ein weiterer Mann angeklagt, der aber mittlerweile gestorben ist.

Die Taten sollen zwischen Juni 2010 und 2012 begangen worden sein. Der Prozess ist bis Ende September geplant.

Update 12.45 Uhr: Am Freitag hat vor dem Landgericht Stuttgart der Prozess gegen eine Frau und zwei Männer begonnen. Zwei mutmaßliche Drahtzieher können nicht mehr belangt werden – sie sind mittlerweile gestorben.

Laut Anklage soll die Aufgabe der drei Angeklagten im Alter von 51 bis 65 Jahren gewesen sein, Anleger anzuwerben. Ihr Versprechen: Ihr Hintermann habe eine Goldschmelze in Afrika und könne lukrative Geschäfte mit der Veredelung des Metalls machen. 26 Anleger konnten sie damit überzeugen - ihnen entstand ein Millionenschaden. Denn die Hintermänner - Inhaber einer Firma mit Sitz in der Schweiz - nutzten große Teile des Geldes laut Staatsanwaltschaft für private Zwecke.

Nur einer der Angeklagten machte am Freitag Angaben - und stellte sich selbst als Betrogener dar. Er habe die Geschichte mit der Goldmine selbst geglaubt und sei von der Geschäftsidee überzeugt gewesen. Auch er bleibe auf einem nicht unerheblichen Schaden sitzen. Den Vermittlern sei eine Provision von drei Prozent der Anlage versprochen worden. Die sei aber nur zu Beginn regelmäßig ausgezahlt worden, sagte der Angeklagte.

Titelfoto: Daniel Naupold/dpa

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