Wollte "Gruppe S" Moscheen überfallen und Muslime töten? Prozess wieder verschoben

Stuttgart - Erneut bringt die Corona-Pandemie die Planung des großen Terrorprozesses gegen die mutmaßlich rechtsextremistische "Gruppe S." in Stuttgart durcheinander.

Einige Angeklagte sitzen kurz vor Beginn des Prozesses gegen die rechtsterroristische Vereinigung "Gruppe S." in einem Saal im Oberlandesgericht Stuttgart-Stammheim.
Einige Angeklagte sitzen kurz vor Beginn des Prozesses gegen die rechtsterroristische Vereinigung "Gruppe S." in einem Saal im Oberlandesgericht Stuttgart-Stammheim.  © dpa-pool/dpa

In einer Justizvollzugsanstalt habe sich ein weiteres Mal ein Bediensteter oder Häftling mit dem Coronavirus angesteckt, teilte das Oberlandesgericht mit. Deshalb werde der Hauptverhandlungstermin am Mittwoch im Staatsschutzverfahren aufgehoben.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Verhandlungstermin in dem Mammutverfahren wegen einer Infektion abgesagt werden muss. Zuvor hatten Fälle in der JVA Schwäbisch Hall und in der JVA Stuttgart den Justizbetrieb streckenweise lahmgelegt und Verhandlungstermine platzen lassen.

Vor Gericht stehen insgesamt elf mutmaßliche Mitglieder und ein mutmaßlicher Unterstützer der rechtsterroristischen Vereinigung "Gruppe S.".

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Benannt nach ihrem mutmaßlichen Rädelsführer Werner S., der aus dem Raum Augsburg stammt, soll die Gruppe Waffen gehortet und Anschläge geplant haben.

Der Anklage zufolge wollten die Männer Moscheen überfallen und Muslime töten, um "bürgerkriegsähnliche Zustände" auszulösen. Von den zwölf Angeklagten sitzen elf in Untersuchungshaft, einer befindet sich auf freiem Fuß.

Die Angeklagten waren am 14. Februar 2020 festgenommen worden. Verhandlungstermine sind bis Mitte 2022 angesetzt.

Titelfoto: dpa-pool/dpa

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