Prozess um Gruppenvergewaltigung Freiburg wegen Corona verschoben

Freiburg - Der Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg wird wegen des Coronavirus länger unterbrochen als zunächst geplant. 

Der Prozess vor dem Landgericht Freiburg wurde unterbrochen. 
Der Prozess vor dem Landgericht Freiburg wurde unterbrochen.  ©  Patrick Seeger/dpa

Die bis Mitte Mai terminierten Prozesstage werden nicht stattfinden, wie das Landgericht Freiburg am Mittwoch mitteilte. Organisiert würden lediglich Kurztermine, um rechtliche Fristen einzuhalten. 

Die für März und April geplante Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen werde vorerst ausgesetzt. Fortgesetzt werde der Prozess erst, wenn es die Corona-Lage zulasse. Wann dies sein werde, sei noch unklar. Termine für Plädoyers und Urteile gibt es laut dem Gericht noch nicht.

Der Prozess hat Ende Juni vergangenen Jahres begonnen. Er ist mehrfach verlängert worden. Angeklagt sind elf Männer zwischen 18 und 30 Jahren wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge.

Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober 2018 die 18-Jährige nachts in Freiburg nach einem Discobesuch in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen. Bislang gab es 33 Prozesstage

In einem Gebüsch soll die damals 18-Jährige mehrfach vergewaltigt worden sein. 
In einem Gebüsch soll die damals 18-Jährige mehrfach vergewaltigt worden sein.  © Patrick Seeger/dpa

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Stuttgart:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0