Prozess mit sechs Toten um Rot am See: Gutachter für Einweisung in Psychiatrie

Ellwangen - Im Prozess um die Gewalttat in Rot am See mit sechs Toten hat sich ein Gutachter für die Einweisung des Angeklagten in eine Psychiatrie ausgesprochen. 

Der Angeklagte wird zum Prozessauftakt in den Gerichtssaal geführt.
Der Angeklagte wird zum Prozessauftakt in den Gerichtssaal geführt.  © Sebastian Gollnow/dpa

Der 27-Jährige habe seine Mutter und Halbschwester im Wahn erschossen, sagte der Psychiater Peter Winckler am Mittwoch vor dem Landgericht Ellwangen. 

Eine von der Staatsanwaltschaft vermutete paranoide Schizophrenie konnte der Gutachter jedoch nicht feststellen.

Dem angeklagten Deutschen wird vorgeworfen, bei einem Familientreffen am 24. Januar in der Gemeinde im Kreis Schwäbisch Hall seine Verwandten erschossen zu haben - neben Mutter und Halbschwester auch Vater, Halbbruder, Tante und Onkel. 

Zwei weitere Verwandte konnten sich schwer verletzt retten. Dem Mann wird Mord und versuchter Mord vorgeworfen.

Beim Prozessauftakt Ende Juni hatte der 27-Jährige gestanden und Misshandlungen seiner Mutter als Motiv angegeben. Sie soll unter anderem versucht haben, ihn mit weiblichen Hormonen zu vergiften. Dafür konnten Gutachter jedoch keine Beweise finden. 

Ein Urteil könnte an diesem Freitag (10. Juli) gesprochen werden.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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