Daimler-Betriebsrat ins Koma geprügelt: Anklage gegen linksradikale Schläger

Stuttgart - Nach einem brutalen Angriff auf Teilnehmer einer Corona-Demonstration im vergangenen Mai hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Männer aus der linken Szene erhoben.

Stuttgart, 16. Mai: Nach der Attacke liegen Menschen am Boden.
Stuttgart, 16. Mai: Nach der Attacke liegen Menschen am Boden.  © Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Ein damals 20-Jähriger steht im Verdacht, versuchten Totschlag begangen zu haben. Er soll einem Opfer massiv gegen den Kopf geschlagen und ihn lebensgefährlich verletzt haben.

Einem zur Tatzeit 24-Jährigen wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Dienstag mitteilte.

Vor einer Demonstration im Mai waren drei Gegner der Corona-Auflagen angegriffen worden.

Prozess um Angriff bei Corona-Demo: Lange Haftstrafen gefordert!
Gerichtsprozesse Stuttgart Prozess um Angriff bei Corona-Demo: Lange Haftstrafen gefordert!

Den mutmaßlichen Tätern wird vorgeworfen, sich im Stadtbezirk Bad Cannstatt als Teil einer Gruppe aus der linken Szene versammelt zu haben. Die etwa 20 bis 40 Menschen sollen dann die aus ihrer Sicht rechten Kontrahenten mit Schlagwerkzeugen attackiert und verletzt haben.

Der lebensgefährlich verletzte 54-Jährige gehörte der gewerkschaftsähnlichen Organisation "Zentrum Automobil" im Daimler-Betriebsrat an. Sie gilt als rechtsgerichtet. Das Opfer lag nach dem Angriff im Koma, kämpfte um sein Leben.

Auch seine beiden Mitstreiter erlitten Verletzungen. Auf der von Linksextremen genutzten Plattform Indymedia kündigte die Szene nach der brutalen Attacke an: "Wir lassen uns nicht einschüchtern und werden nicht aufhören, den Nazis Dampf zu machen."

Titelfoto: Andreas Rosar/ Fotoagentur Stuttgart

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Stuttgart: