Goldtransporter überfallen: Prozess nach fast zwölf Jahren

Stuttgart - Der Überfall auf einen Goldtransporter in der Nähe von Ludwigsburg hat fast zwölf Jahre nach der spektakulären Tat ein weiteres gerichtliches Nachspiel.

Der Mann muss sich vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten. (Archiv)
Der Mann muss sich vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten. (Archiv)  © Daniel Naupold/dpa

Während sechs bereits zu Haftstrafen verurteilte Männer schon seit längerem aus den Gefängnissen entlassen wurden, steht von diesem Freitag (9.30 Uhr) an ein mutmaßlicher siebter Täter in Stuttgart vor dem Landgericht.

Der Deutsche soll beim Coup im Dezember 2009 einen der beteiligten Wagen gefahren und die Beute in Sicherheit gebracht haben. Der heute 36-Jährige aus dem Raum Bonn bestreitet die Vorwürfe.

Die Bande hatte den Überfall filmreif inszeniert. Als Polizisten der Steuerfahndung verkleidet, hatten sie den Transporter aus Neumarkt in der Oberpfalz von der Autobahn 81 bei Ludwigsburg gelotst und geradewegs in die Falle gelockt.

Bei dem Raub erbeuteten die Männer, darunter der bekannte Rapper Xatar, 120 Kilo Schmuck und Zahngold im Wert von schätzungsweise rund 1,7 Millionen Euro. Von der Beute fehlt bis heute jede Spur.

Sechs Männer zu Haftstrafen verurteilt

Die sechs Männer wurden zu Haftstrafen zwischen vier und neuneinhalb Jahren verurteilt.

Der mutmaßliche siebte Komplize stand nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Anfang an im Verdacht. Allerdings hatte sich dieser damals nicht hinreichend erhärten lassen.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft ist der Mann der einzige Tatverdächtige, gegen den im Zusammenhang mit dem Goldraub noch ermittelt wird.

Titelfoto: Daniel Naupold/dpa

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