Stuttgarter OB-Kandidat wegen Hausfriedensbruchs vor Gericht

Stuttgart - Drei zum Teil prominente Stuttgarter Stadträte müssen sich am Freitag (9 Uhr) wegen Hausfriedensbruchs vor dem Amtsgericht Stuttgart verantworten.

Hannes Rockenbauch muss sich vor dem Amtsgericht Stuttgart verantworten. Am 8. November will er neuer Oberbürgermeister von Stuttgart werden. (Fotomontage, Archivbilder).
Hannes Rockenbauch muss sich vor dem Amtsgericht Stuttgart verantworten. Am 8. November will er neuer Oberbürgermeister von Stuttgart werden. (Fotomontage, Archivbilder).  © Montage: Sebastian Gollnow/dpa, picture alliance / dpa

Es handelt sich nach Auskunft des Gerichts vom Dienstag um den Sprecher des Linksbündnisses, Hannes Rockenbauch, sowie um dessen zwei Fraktionskollegen Luigi Pantisano und Thomas Adler. 

Rockenbauch will bei der Wahl am 8. November Oberbürgermeister in Stuttgart werden. Pantisano scheiterte jüngst bei der OB-Wahl in Konstanz.

Dem Trio wird vorgeworfen, am 2. Mai 2018 in eine leerstehende Wohnung in der Landeshauptstadt eingedrungen zu sein und dort ein Interview gegeben zu haben, das gefilmt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Hausbesetzer in dieser und einer weiteren Wohnung des Mehrfamilienhauses niedergelassen. 

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Rockenbauch verteidigte sich gegen den Vorwurf: "Die Hausbesetzung war eine Reaktion auf die Untätigkeit der Stadtspitze und Mehrheit im Gemeinderat."

Nach Angaben einer Gerichtssprecherin erging gegen die drei Stadträte ein Strafbefehl. Gegen diesen legten sie einen Einspruch ein.

Deswegen kommt die Angelegenheit nun vor das Amtsgericht.

Titelfoto: Montage: Sebastian Gollnow/dpa, picture alliance / dpa

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