Vergiftete Babynahrung: 12-jährige Strafe muss neu verhandelt werden

Ravensburg - Der wegen vergifteter Babynahrung verurteilte Supermarkt-Erpresser vom Bodensee steht seit Dienstag erneut vor dem Landgericht Ravensburg. 

Der Mann hatte mehrer Gläser mit einer gefährlichen Dosis Gift versehen. (Symbolbild)
Der Mann hatte mehrer Gläser mit einer gefährlichen Dosis Gift versehen. (Symbolbild)  © Yana Gayvoronskaya

2018 hatte das Gericht den damals 54-Jährigen wegen versuchten Mordes zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Dieses Urteil hob der Bundesgerichtshof (BGH) im vergangenen Jahr in Teilen auf. 

Das Landgericht muss nun erneut über das Strafmaß für den Mann verhandeln, wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Der Mann hatte mehrere Gläser Babynahrung mit einer gefährlichen Dosis Gift in Geschäften in Friedrichshafen am Bodensee platziert. Er forderte 11,7 Millionen Euro von verschiedenen Handelsunternehmen. 

Laut BGH hatte er aber vor dem platzierten Gift gewarnt. Eine Tötungsabsicht liege daher nicht vor. Der Mann habe sich lediglich der versuchten besonders schweren räuberischen Erpressung schuldig gemacht.

Verletzt wurde bei den Erpressungsversuchen niemand. Der Mann hatte diese gestanden. Den Vorwurf des versuchten Mordes wies er jedoch strikt von sich und legte nach dem Urteil Revision ein.

Der Mann vergiftete Babynahrung. (Symbolbild)
Der Mann vergiftete Babynahrung. (Symbolbild)  © 123RF / Jozef Polc

Titelfoto: 123RF / Jozef Polc

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