Dienstgeheimnisse verraten: Welche Strafe bekommt der Maulwurf-Polizist?

Weimar - Vor dem Amtsgericht Weimar soll am Freitag (15 Uhr) das Urteil im Prozess gegen einen Polizisten verkündet werden.

Blick auf einen Eingang des Amtsgerichts Weimars.
Blick auf einen Eingang des Amtsgerichts Weimars.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Mann steht im Verdacht, Dienstgeheimnisse verraten zu haben. Die Staatsanwaltschaft legt dem Beschuldigten zur Last, in mehr als 30 Fällen Informationen etwa aus internen Computersystemen der Polizei an Dritte weitergeleitet zu haben.

Teilweise soll er von der Frau, mit der er dazu über einen Messenger-Dienst chattete, Sex als Gegenleistung verlangt haben. Der Angeklagte verrichtete seinen Dienst damals bei der Polizei in Weimar.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monate für den Mann gefordert.

Das mutmaßliche Verhalten des Polizisten habe das Vertrauen der Allgemeinheit in die Unbestechlichkeit der Polizei stark erschüttert, erklärte die Staatsanwältin.

Der Verteidiger des Mannes hatte einen Freispruch für seinen Mandanten gefordert.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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