Jungsturm-Prozess in Gera: Haben Hooligans von Rot-Weiß Erfurt Fans von Jena angegriffen?

Gotha - Im sogenannten Jungsturm-Prozess um mutmaßlich rechte Fußball-Hooligans steht am heutigen Donnerstag (9 Uhr) in Gotha eine aufsehenerregende Tat im Fokus.

Ein Schild weist auf das Amtsgericht und das Landgericht in Gera hin. (Archiv)
Ein Schild weist auf das Amtsgericht und das Landgericht in Gera hin. (Archiv)  © Jens Kalaene/ZB/dpa

Die Staatsschutzkammer des Landgerichts befasst sich nach Angaben eines Gerichtssprechers erstmals ausführlich mit dem Überfall auf bis zu 150 Fußballfans des FC Carl Zeiss Jena am Bahnhof in Gotha im Juli 2019.

Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Angeklagten vor, sich an diesem Übergriff beteiligt zu haben. Nach dem Kenntnisstand der Ermittler hatten damals mehr als 30 Täter aus dem Umfeld des Fußballclubs Rot-Weiß Erfurt den Angriff auf die rivalisierten Fußball-Anhänger ausgeführt.

Außerdem werden die heute 21 bis 29 Jahre alten Angeklagten eine ganze Reihe von weiteren Straftaten vor.

Unter anderem sollen sie Mitglieder des sogenannten Jungsturms sein – eine Gruppierung aus dem Umfeld des Fußballclubs Rot-Weiß Erfurt, in der sich nach Einschätzung der Ermittler gewaltbereite und rechtsgerichtete Fußballfans gesammelt haben.

Alle vier Angeklagten sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Zum Prozessauftakt hatten sie zu den Vorwürfen geschwiegen.

Titelfoto: Jens Kalaene/ZB/dpa

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