Mädchen bei Erntejagd angeschossen: Jäger schweigt zum Prozessauftakt

Gera - Zum Prozessauftakt um einen Jagdschuss hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen. Er soll bei einer Jagd eine Sechsjährige lebensgefährlich verletzt haben.

Der Angeklagte hat sich zum Prozessauftakt am Amtsgericht Gera noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ende September steht der nächste Verhandlungstermin an.
Der Angeklagte hat sich zum Prozessauftakt am Amtsgericht Gera noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ende September steht der nächste Verhandlungstermin an.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Die Staatsanwaltschaft warf dem 34-Jährigen am heutigen Dienstag vor dem Amtsgericht Gera fahrlässige Körperverletzung vor. Er soll bei einer Erntejagd im Landkreis Greiz vor rund drei Jahren von einem Hochsitz auf einem Pick-Up geschossen haben.

Dabei habe er sich nicht vergewissert, dass niemand gefährdet wird. Durch den Schuss soll das Mädchen in einer nahen Gartenanlage an Arm und Hüfte getroffen worden sein.

Der Unfall sei vorhersehbar und vermeidbar gewesen, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Das Mädchen habe notoperiert werden müssen.

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Es sei durch die schweren Verletzungen noch heute stark eingeschränkt und müsse Schmerzmittel nehmen. Zwischendurch sei es auch auf einen Rollstuhl angewiesen gewesen.

Bei einer sogenannten Erntejagd warten die Jäger während der Erntearbeit auf einem Feld, dass ihnen aufgescheuchtes Wild vor die Flinte kommt.

Für den Prozess sind noch zwei weitere Verhandlungstermine (28. September und 5. Oktober) angesetzt.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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