Nach Angriff auf Journalist: Bürgermeister von Bad Lobenstein muss vor Gericht

Bad Lobenstein - Der Fall des umstrittenen und vorläufig des Amtes enthobenen Bürgermeisters von Bad Lobenstein, Thomas Weigelt (61), kommt vor Gericht.

Weigelt war Ende August vorläufig suspendiert worden. Sollten sich seine Verfehlungen bestätigen, kann er seinen Posten im Bad Lobensteiner Rathaus endgültig räumen.
Weigelt war Ende August vorläufig suspendiert worden. Sollten sich seine Verfehlungen bestätigen, kann er seinen Posten im Bad Lobensteiner Rathaus endgültig räumen.  © Bodo Schackow/dpa

Die Rechtsaufsichtsbehörde des Saale-Orla-Kreises hatte nach Ende ihrer Ermittlungen eine Disziplinarklage gegen den parteilosen Lokalpolitiker erhoben, wie das Landratsamt am Montag bestätigte.

Zuvor hatte MDR Thüringen darüber berichtet. Das Verfahren gegen Weigelt wird vor dem Verwaltungsgericht Meiningen geführt.

Der Bürgermeister war Ende August vorläufig vom Dienst suspendiert worden.

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Zuvor war dem Kommunalpolitiker eine körperliche Attacke auf einen Journalisten bei einem Marktfest vorgeworfen worden, der bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Der Bürgermeister fühlte sich nach eigenen Worten von dem Journalisten provoziert, bestritt aber einen Angriff.

Das Landratsamt wirft ihm nach eigenen Angaben aber noch weitere Verfehlungen vor. Insgesamt gehe es um sechs Dienstpflichtverletzungen, zu denen auch die Diffamierung von Verfassungsorganen und die finanzielle Schädigung der Stadt zählten, hieß es.

Sollten sich die Verfehlungen vor Gericht bestätigen, müsste Weigelt seinen Posten räumen.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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