Termin steht fest: Darf die Wölfin abgeschossen werden?

Ohrdruf - Im Streit um den viel diskutierten Abschuss der Ohrdrufer Wölfin steht nun ein nächster Gerichtstermin fest. Bringt er eine Entscheidung?

Die Ohrdrufer Wölfin wird von einer Fotofalle eingefangen.
Die Ohrdrufer Wölfin wird von einer Fotofalle eingefangen.  © ---/TMUEN/dpa

Am 12. Januar soll der Fall vor dem Verwaltungsgericht Gera verhandelt werden, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch sagte. Zuvor hatte die Thüringer Allgemeine darüber berichtet. Bei dem Termin solle es um wesentliche Streitfragen gehen, so der Sprecher.

Die Wölfin, die inzwischen mit einem Rüden und mindestens vier Jungtieren nahe Ohrdruf lebt, hat nachweislich viele Schafe gerissen und dabei auch spezielle Schutzzäune überwunden. Schäfern sei dadurch ein ernster wirtschaftlicher Schaden entstanden. 

Aus diesem Grund erteilte das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss des Tiers - obwohl Wölfe eigentlich unter strengem Schutz stehen. Naturschutzverbände hatten dagegen geklagt. 

Zuletzt kam das Thüringer Oberverwaltungsgericht (OVG) in einem Eilverfahren zu dem Schluss, dass die Wölfin vorerst nicht geschossen werden dürfe. Das OVG kreidete etwa an, dass die Genehmigung zum Abschuss nicht berücksichtige, dass das Wolfsrevier auf einem besonderen Naturschutzgebiet liege.

In diesem Jahr wurde das Bundesnaturschutzgesetz so geändert, dass unter bestimmten Voraussetzungen der Abschuss von Wölfen nach Angriffen auf Nutztiere gesetzlich erleichtert wurde. Die Änderung ist allerdings umstritten. 

Titelfoto: ---/TMUEN/dpa

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