Traumatisiertes Mädchen sexuell missbraucht? Pädagoge schweigt zum Prozessauftakt

Gera - Als ehemaliger Geschäftsführer einer Kinder- und Jugendeinrichtung soll er mehrere Mädchen sexuell missbraucht haben - zum Auftakt seines Prozesses hat der Angeklagte am heutigen Donnerstag zu den Vorwürfen geschwiegen.

Der Angeklagte soll sich an einem Mädchen vergangenen haben, welches bereits von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde.
Der Angeklagte soll sich an einem Mädchen vergangenen haben, welches bereits von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Die Staatsanwaltschaft warf dem 60-Jährigen vor dem Landgericht Gera vor, ein bereits durch den sexuellen Missbrauch ihres Vaters traumatisiertes Mädchen in seiner Obhut ebenfalls sexuell missbraucht zu haben.

Unter anderem habe der Pädagoge Fotos ihres Intimbereichs gefertigt, als sie schlief. Auf seinem Laptop wurden später auch Aufnahmen vom Missbrauch eines weiteren Mädchens gefunden. Auch dieser Fall wird dem Mann nun vorgeworfen.

Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht zogen sich nach der Verlesung der Anklage zunächst zu einem Rechtsgespräch zurück.

Der Mann - derzeit in Untersuchungshaft - ist wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Herstellens kinderpornografischer Inhalte angeklagt.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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