Überfall auf zwei Journalisten: Opfer sagt im Prozess aus

Erfurt - Im Prozess um den Überfall auf zwei Journalisten in Nordthüringen wird am heutigen Donnerstag (ab 10 Uhr) erstmals ein Zeuge vernommen.

Im Prozess um den Überfall auf zwei Journalisten in Nordthüringen wird am Donnerstag am Landgericht Mühlhausen erstmals ein Zeuge vernommen.
Im Prozess um den Überfall auf zwei Journalisten in Nordthüringen wird am Donnerstag am Landgericht Mühlhausen erstmals ein Zeuge vernommen.  © Martin Schutt/ZB/dpa

Nach Angaben der Vorsitzenden Richterin der zuständigen Kammer soll einer der beiden Angegriffenen schildern, wie er die Tat erlebt hat.

Zuvor will das Gericht noch Fragen an die beiden Angeklagten stellen. Diese hatten die Tat zum Prozessauftakt teilweise eingeräumt, sie aber gleichzeitig als eine Art Notwehrakt dargestellt. Sie werden der rechtsextremen Szene zugerechnet.

Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wirft den 22 und 27 Jahre alten Angeklagten vor, die Journalisten im April 2018 angegriffen zu haben, ohne zuvor von ihnen attackiert worden zu sein. Die beiden Opfer wurden erheblich verletzt.

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Die Angeklagten hätten die mit einem Auto geflohenen Journalisten zunächst ebenfalls per Auto verfolgt, so die Anklage. Nachdem der Wagen der Journalisten liegengeblieben war, habe der Hauptangeklagte unter anderem Reizgas in den Innenraum gesprüht, schilderte ein Staatsanwalt.

Dann seien die Journalisten mit einem Schraubenschlüssel und einem Messer attackiert worden.

Titelfoto: Martin Schutt/ZB/dpa

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