Im Türkei-Knast: Kommt Kölner Sängerin nun endlich frei?

Köln/Istanbul – Die in der Türkei vor zwei Jahren wegen Terrorvorwürfen verurteilte Sängern mit dem Künstlernamen Hozan Cane (57) muss weiter im Gefängnis bleiben.

Die Kölner Sängerin Hozan Cane (57) muss vorerst weiterhin im Gefängnis bleiben. (Bildmontage)
Die Kölner Sängerin Hozan Cane (57) muss vorerst weiterhin im Gefängnis bleiben. (Bildmontage)  © 123rf/Josef Kubeš / --/Management/dpa

Bei einer Neuverhandlung des Falls am Donnerstag im westtürkischen Edirne ordneten die Richter eine Fortsetzung der Untersuchungshaft an. Sie kamen damit der Forderung der Staatsanwaltschaft nach. Nächster Gerichtstermin ist der 3. September.

Cane ist seit rund zwei Jahren inhaftiert. Im November 2018 war sie wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zunächst zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Ein Berufungsgericht hatte das Urteil jedoch nicht bestätigt und eine Neuverhandlung angeordnet, weil es keine klaren Beweise für den Vorwurf gebe. 

Die Anklage hatte sich unter anderem auf Inhalte von Facebook- und Twitter-Profilen gestützt. Der Fall wurde nun neu aufgerollt.

Cane, die am Donnerstag per Video aus dem Gefängnis zugeschaltet wurde, sagte unter Tränen, sie habe keine Profile in den Sozialen Medien genutzt. "Ich singe nur Lieder und verdiene meinen Lebensunterhalt damit", sagte sie. Cane hat kurdische Wurzeln und besitzt nur die deutsche Staatsbürgerschaft.

Zum Prozess waren unter anderem Vertreter des Generalkonsulats in Istanbul und der menschenrechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Frank Schwabe, angereist.

Titelfoto: 123rf/Josef Kubeš / --/Management/dpa

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