In seiner Zelle gezündelt: Verurteilter Vergewaltiger muss erneut vor Gericht

Köln – Ein bereits verurteilter Vergewaltiger darf abermals vor die Richter treten – wegen einer anderen Tat.

Der wegen Vergewaltigung und schwerer räuberischer Erpressung Angeklagte wurde im Landgericht in Bonn an Händen und Füßen gefesselt in den Saal geführt. (Archivfoto)
Der wegen Vergewaltigung und schwerer räuberischer Erpressung Angeklagte wurde im Landgericht in Bonn an Händen und Füßen gefesselt in den Saal geführt. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Der sogenannte Siegaue-Vergewaltiger steht von diesem Dienstag (9.30 Uhr) an erneut vor Gericht: Dieses Mal geht es unter anderem um schwere Brandstiftung.

Der rechtskräftig verurteilte Vergewaltiger einer jungen Camperin soll 2018 in seiner Gefängniszelle in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Köln Feuer gelegt haben.

Ein JVA-Beamter und ein Mitgefangener erlitten Rauchvergiftungen, er selbst wurde schwer verletzt.

Laut Anklage soll der heute 34-Jährige außerdem in zwei Fällen JVA-Mitarbeitern mit dem Tod gedroht haben. Für den Prozess vor dem Kölner Landgericht sind vier Verhandlungstage bis zum 14. Mai angesetzt.

Die Hauptverhandlung sollte eigentlich bereits im Frühjahr vergangenen Jahres starten, war im Zuge des ersten Corona-Lockdowns aber verschoben worden.

Das Bonner Landgericht hatte den abgelehnten Asylbewerber aus Ghana 2018 in einem Revisionsprozess zu zehn Jahren Haft wegen besonders schwerer Vergewaltigung und räuberischer Erpressung verurteilt. Laut Urteil hatte er 2017 ein junges Paar überfallen, das in der Siegaue bei Bonn zeltete. Er bedrohte die Opfer mit einer Astsäge und vergewaltigte die Frau.

Die Tat hatte überregional für Entsetzen gesorgt.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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