Sie stach Polizisten nieder: IS-Terroristin Safia S. will früher aus dem Gefängnis raus

Vechta - Die verurteilte IS-Sympathisantin Safia S. hat einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt.

Während des Prozesses gegen Safia S. sicherten schwer bewaffnete Polizeibeamte das Gericht. (Archivbild)
Während des Prozesses gegen Safia S. sicherten schwer bewaffnete Polizeibeamte das Gericht. (Archivbild)  © Holger Hollemann/dpa

Das bestätigte der Direktor des Amtsgerichts Vechta, Ralph B. Seifert, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zum frühesten Zeitpunkt, wann die Frau aus der Haft entlassen werden könnte, machte er keine Angabe. 

In diesem Monat sei eine Entscheidung aber noch nicht zu erwarten. Zuvor hatte die Hannoversche Allgemeine Zeitung über den Antrag berichtet. Demnach könnte Safia S., die Anfang 2016 als Minderjährige einen Polizisten im Hauptbahnhof Hannover niedergestochen hatte, die Haft im Dezember verlassen, wenn ihr Antrag Erfolg hat.

Das Oberlandesgericht Celle hatte die damalige Gymnasiastin zu einer sechsjährigen Jugendstrafe wegen versuchten Mordes mit gefährlicher Körperverletzung und Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung verurteilt. Der Bundesgerichtshof wies eine Revision gegen die Entscheidung im Jahr 2018 zurück.

Mit einem Gemüsemesser hatte Safia S. in den Hals eines 34 Jahre alten Polizisten gestochen, nachdem sie kurz zuvor mit IS-Anhängern gechattet und ein Bekennervideo erstellt hatte. Dieses wurde jedoch nie ausgestrahlt. 

Die Terrormiliz hatte sich auch nicht zu der Tat bekannt. Safia S. entschuldigte sich später bei dem Polizisten, der den Angriff schwer verletzt überlebt hat.

Titelfoto: Holger Hollemann/dpa

Mehr zum Thema Justiz:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0